Modelleisenbahn (Seite 3) Fahrbetrieb auf N-Spur-Gleis und einem Zweispur-Gleis

 

Das Bild läßt deutlich das Zweispur-Gleis erkennen. Die Diesellok links besitzt ein motorisiertes Märklin-Miniclub-Fahrgestell mit einer aus ÜEi-Teilen gebauten "Karosserie" und fährt auf der schmaleren Z-Spur (6,5 mm) während die angehängte original belassene, unmotorisierte ÜEi- Dampflok auf der breiteren N-Spur (9 mm) fährt. Natürlich sind beide Fahrzeuge durch Bemalung aufgewertet.


Fahrbetrieb auf N-Spur-Gleis
Will man die Eisenbahn aus dem Ei nicht nur als Sammelstück in die Vitrine stellen, sondern auch Fahrbetrieb auf Schienen machen, ergibt sich ein Problem. Da die Original-ÜEi-Radsätze aus einem einzigen Stück Druckgußmetall bestehen, schließen sie die stromführenden Schienen eines Zweileiter-Gleichstromsystem der N-Spur kurz. Es sind verschiedene Möglichkeiten denkbar, dieses Problem zu lösen.
- Die einfachste, allerdings nicht sehr zuverlässige und haltbare Lösung ist, die Radlaufflächen mit einem isolierenden Klarlack zu versehen.
- Dem versierten Bastler gelingt mit entsprechendem Werkzeug (eine kleine Drehbank tut da gute Dienste) natürlich auch der Umbau der Radsätze so, daß die Räder elektrisch isoliert sind.
- Ferner ließen sich die Original-ÜEi-Radsätze durch isolierte N-Spur-Modellbahn-Radsätze (mit abgeschliffenen Lagerspitzen) ersetzen.
- Schließlich könnte man die Fahrzeugaufbauten aus dem Ei mit geringem Umbauaufwand auch auf ein komplettes N-Spur-Modellbahn-Fahrgestell (z.B. Kipplore von Fleischmann) setzen.
Mit diesen Veränderungen ist ein Fahrbetrieb auf N-Gleis möglich. Die ÜEi-Fahrzeuge, die eher dem Z-Maßstab entsprechen, machen jedoch auf einer N-Anlage einen optisch unbefriedigenden Eindruck, da N-Lokomotiven im Vergleich deutlich zu groß und das Gleis zu grob wirken. Ich habe daher einer ganz anderen Lösung den Vorzug gegeben.

Fahrbetrieb auf einem Zweispur-Gleis
Meine Anlage basiert auf dem Miniclub-System von Märklin und verfügt als Teilstrecke über ein leicht zu bauendes Zweispur-Gleisoval, bei dem eine motorisierte Lokomotive auf der einen, die angehängten Überraschungseier-Waggons aber ohne jeglichen Umbau auf der anderen Spur fahren. Hierfür eignet sich das Z-Gleis (Spurweite 6,5 mm) des Miniclub-Systems, das um eine dritte Schiene zur N-Spur (9 mm) erweitert wird (siehe Bild oben und Bastel-Tipps). Als Antriebsfahrzeug wird eine Märklin-Miniclub-Lokomotive verwendet, der eine "Karosserie" aus dem Ei angepaßt wurde. Der geringe seitliche Versatz zwischen Lokomotive und Waggons ist praktisch nicht bemerkbar.
Meine motorisierten Diesellokomotiven sind auf der übernächsten Seite zu sehen.
Dieses von mir favorisierte Z-Gleis-Dreischienen-System bietet ein optisch sehr viel ausgewogeneres Bild gegenüber dem N-Spur-System und vermag überdies der eisernen Regel des ernsthaften Sammlers zu genügen, die jegliche wertmindernde Veränderung des geliebten Sammelobjektes verbietet.
Es soll nicht verschwiegen werden, daß mit diesem System wohl nur ein Fahrbetrieb auf Anlagen mit einfachem Gleisplan möglich ist, da ein Weichenumbau auf das Dreischienensystem natürlich recht aufwendig ist. Außerdem entsprechen die Ferrero-Radsätze nicht der NEM-Norm und klemmen wegen zu dicker Spurkränze (es sei denn, man dreht sie ab) in den Weichen-Führungen.
Zur Zeit habe ich eine zweite Anlage mit einem Gleisoval und einer dieses umfassenden weiteren, zu einem sogenannten "Hundeknochen" zusammengestauchten Rundstrecke als Zweispur-Schienensystem im Bau, auf der auch ohne Weichen ein interessanter Fahrbetrieb möglich ist.
Eine Bilder-Auswahl meines Fahrzeugparks mit Original-Ferrero-Radsätzen ist auf der folgenden Seite zu sehen.