Modell-Eisenbahn (Seite 4) Fahrbetrieb auf Z-Spur-Gleis

Zwei ÜEi-Waggons auf Märklin-Miniclub-Fahrgestellen


Die anfangs (siehe Seite 1) gezeigte Tender-Lokomotive aus dem Ei hat eine gewisse Ähnlichkeit mit der Baureihe 81 der Deutschen Reichsbahn. Ein Längenvergleich hiermit ergibt ziemlich genau den Z-Maßstab 1 : 220. Die meisten Waggons aus dem Ei haben eine einheitliche Fahrgestell-Länge von 37 mm. Vergleicht man die Längen der Güterwagen mit entsprechenden Vorbildern (z.B. Omm), so gelangt man auch hier ziemlich gut zum Z-Maßstab. Für den Liebhaber der Z-Spur liegt es daher nahe, die Waggons aus dem Ei auf ein Miniclub-Fahrgestell zu setzen. Nach Entfernen des Radlager-Steckteiles und Abfeilen der Achslagerblenden und des Sprengwerks bei den ÜEi-Fahrgestellen lassen sich die Original-Z-Fahrgestelle von Miniclub-Zweiachsern (LüP 40 mm) in Länge und Breite genau passend unter die Überraschungseier-Waggonaufbauten setzen und unter Beifügung einer dünnen Kunststoff-Zwischenlage festkleben oder festschrauben.
Neben den vorstehenden Bildern sind auf der folgenden Seite weitere Beispiele aus meinem ÜEi-Fahrzeugpark mit märklin-Miniclub-Fahrgestellen abgebildet.
Ein Nachteil dieser Umbauten soll allerdings nicht verschwiegen werden: Da die ÜEi-Waggons, wie bereits erwähnt, unmaßstäblich etwas breiter als dem Z-Maßstab entsprechend sind, neigen sie auf den schmalen Miniclub-Fahrgestellen eher zum Umkippen. Daher bevorzuge ich den Fahrbetrieb auf dem beschriebenen Zweispur-Dreischienen-Gleis mit den original belassenen Spur N-Radsätzen bei den Waggons.

Außer den beschriebenen Schienenfahrzeugen gibt es auch weiteres nicht fahrbares Eisenbahn-Spielzeug aus dem Ei, so eine sehr schöne Serie aus dem Jahre 1996 von acht recht gut detailierten historischen Lokomotiven, die sich besonders mit nachträglicher Bemalung als dekorative Schaustücke auf der Anlage verwenden lassen. Die älteste ist der bekannte "Münchener", 1841 von Kraus gebaut, die jüngste ist eine 2'C-Verbundlokomotive der französischen Eisenbahngesellschaft Compagnie du Nord aus dem Jahre 1908, die für die Traktion des Calais-Mediteranee-Expreß, des Vorläufers des berühmten "Train bleu" der Belle Epoque, eingesetzt wurde.