Modell-Eisenbahn (Seite 8)

Gleisplan, Aufbau und Technik meiner 1. Anlage

Anlagenplan
1: Ortschaft "Alt-Eisendorf" in Hanglage mit dahinterliegendem ansteigendem Waldgebiet, 2: "E-Werk I", Bahnbetriebs-Gebäude, 3: "Technik-Museum" mit Freiland-Ausstellung historischer Lokomotiven, 4: Werkhalle der "Ferro-Maschinenbau-AG", 5: Stellwerk, 6: Gelände mit Betriebsgebäuden und Schmiermittel-Lager, 7: Bahnhof "Eisenstadt" der hinter der Anlage gedachten Ortschaft, 8: Kleingarten-Anlage, 9: Schmiede-Werkstatt mit Portalkran, 10: Speditions-Lagerhalle, 11: Dreiständige Lokhalle des ehemaligen Bahnbetriebs-Werkes, jetzt Lokomotiv-Museum der "Ferro-Eisenbahnfreunde eV.", 12: Alte Anlage zur Bekohlung, Besandung und Wasserversorgung der Dampf-Loks, 13: Bahnbetriebs-Einrichtungen, 14: "E-Werk II", Bahnbetriebs- und Versorgungs-Gebäude, 15: Nebenbahn "Dino-Express" auf höher liegendem Gelände, 16: Freizeitgelände am Berghang mit "Berg-Zoo" und "Dinoland".
Gleisplan (Spur Z)
Die einfach gehaltene Gleisanlage besteht aus zwei Gleisovalen, die durch eine Gleis-Querverbindung (Mitte vorn) zusammenhängen, so daß Züge von dem einen Gleiskreis in den anderen überwechseln können. Der äußere Gleiskreis - die Hauptstrecke - verfügt außerdem über ein Ausweichgleis mit einem Gleisanschluß für das Werksgelände 4. Die Hauptstrecke verschwindet vorne links in einem Tunnel, kommt hinten links wieder hervor, passiert den Bahnhof "Eisenstadt" (7) und verschwindet hinten rechts zusammen mit dem ab hier parallel geführten Gleis des inneren Gleiskreises in dem Berghang der hinteren rechten Anlagenecke.
Aufgrund neuerer Planungen der "Bahnverwaltung" besitzt das Museumsgelände (11, 12) z. Zt. keinen Gleisanschluß, da die alte Drehscheibe stillgelegt werden mußte.
Der innere Gleiskreis ist als Dreischienen-Gleis zweispurig ausgeführt, sodaß neben der Z-Spur auch die original-N-spurigen Ferrero-Fahrzeuge im Fahrbetrieb eingesetzt werden können.
Auf dem Berggelände rechts erscheint eine von dem hinter der Anlage gedachten Ort kommende ebenfalls zweispurige Nebenbahn (15).

Anlagen-Aufbau
Die Anlage ist auf einer 110 x 60 cm großen, 4 cm dicken Hartschaumplatte ("Styrodur"-Platte zur Außenisolation von Kellerwänden, Baumarkt) aufgebaut. Auf der Unterseite der Platte wurden entlang des Außenrandes zur weiteren Versteifung 2 cm dicke Hartschaumplatten-Streifen mit Uhucoll-Spezial aufgeklebt. In dem dadurch entstandenen inneren Raum auf der Unterseite ist die Verkabelung untergebracht. Die Platte ist auf der Ober- und Unterseite mit dünnem bemaltem Karton, die 6 cm hohe Vorderkante mit Mauerwerksplatten aus Karton beklebt. Seitlich und hinten sind an der Grundplatte 36 cm hohe Wände angeschraubt, die die Anlage einrahmen und aus 1,5 cm dicken Schaumplatten bestehen, die mit gemaltem Wolken-Papier und MZZ-Kulissen beklebt sind.
Die Bergstrukturen im hinteren linken und rechten Anlagenteil sind aus Styropor-Blöcken geformt, die mit nassem, dadurch anschmiegsamem Seidenpapier beklebt und anschließend mit Bemalung und Dekorationsmaterial versehen wurden.
Diese Bergstrukturen sowie alle anderen Baulichkeiten, die jeweils zu zusammenhängenden Teilstücken zusammengefaßt wurden, sind auf der Grundplatte unsichtbar verschraubt, so daß die gesamte Anlage bis auf die nackte Grundplatte zerlegt werden kann. Weitere Einzelheiten siehe Basteltipps.

Die Gleise sind mit Ausnahme der Weichen verlötet und auf schmale als Bahnkörper geformte Hartfaserplatten-Streifen mit Schotterbemalung geklebt. Diese Bahntrasse ist an wenigen Stellen mit einer Schaumgummi-Zwischenlage auf die Grundplatte geschraubt. Die akustische Isolation mittels Schaumgummi ist wichtig, da die Hartschaumplatte den schwerwiegenden Nachteil hat, wie eine schallverstärkende Lautsprecher-Membran zu wirken, eine Erfahrung, die ich erst während des Anlagenbaus machte. Weitere Einzelheiten siehe Basteltipps.

Elektrotechnik und Elektronik

Die gesamte Elektrotechnik und Elektronik ist mit Ausnahme eines Netz-Transformators auf der Anlage untergebracht. Die Verkabelung befindet sich unter der Grundplatte.
Die selbstgebaute Elektronik verbirgt sich in den hohl ausgeführten Bergstrukturen und in den Gebäuden (2, 14), auch die Fahrregler-Knöpfe und Taster für die Weichenstellung sind, als Dekorationselemente getarnt, auf der Anlage untergebracht. Ein separates Fahrpult erübrigt sich daher, zumal die Züge und Weichen auch berührungslos mittels einer Infrarot-Fernbedienung gesteuert werden können.
Die Fahrregelung erfolgt mit zwei konventionellen, analogen Fahrreglern, mit denen der äußere und der innere Gleiskreis separat gesteuert werden. Bei der Weichenstellung, die die beiden Gleiskreise verbindet, können beide Gleisovale wahlweise automatisch auf einen Regler umgeschaltet werden. In dem Betriebsgebäude 2 ist seitlich, nicht im direkten Blickfeld liegend, eine LED-Leuchtbandanzeige und ein schmales Analog-Zeigerinstrument untergebracht, auf denen Fahrspannung und -strom des Zuges auf der Hauptstrecke ständig kontrolliert werden können.
Viele der Gebäude auf der Anlage sind mit gelben und weißen LEDs beleuchtet und Laternen sorgen für weitere Lichteffekte.
Hinter dem Fenster eines Turmes auf dem Betriebsgelände 6 befindet sich eine Infrarot-Empfängerdiode nebst Vorverstärker, die die Signale einer Infrarot-Fernbedienung empfängt, mit der die Anlage von Handbetrieb auf Fernbedienung, wie bereits erwähnt, umgeschaltet werden kann. Einzelheiten zur Elektronik siehe Basteltipps.