Optik-Bastelspaß: Das "Galileoscope" (Refraktor-Teleskop)

Das Galileoscope wurde anläßlich des Internationalen Jahres der Astronomie (IYA) 2009 von den namhaften amerikanischen Astronomen und Physikern Doug Arion, Steven Pompea und R. Fienberg (www.galileoscope.org) als Bausatz für den ersten Einstieg in astronomische Beobachtungen entwickelt. Dabei wurde besonderer Wert auf ein qualitätsvolles Gerät zu einem für alle erschwinglichen Preis gelegt. Als Entwicklungs-Partner wurde die Firma Merit Models für das Projekt gewonnen. Die Produktion erfolgte schließlich in China.
Das nachstehende Bild zeigt eine Design-Studie des Teleskops (copyright Merit Models).

 

Der Teleskop-Bausatz ist in Deutschland für knapp 30 Euro z.B. bei www.astroshop.de erhältlich.
Der Bausatz besteht aus soliden, paßgenau gearbeiteten Teilen aus schwarzem ABS-Kunststoff. Der ohne Werkzeug, einfach zusammenzusetzende Bausatz wird mit einer ausführlichen Bauanleitung geliefert und im Internet (siehe oben) findet sich vielfältiges begleitendes Text- und Bildmaterial zum Gerät.

Das Galileoscope ist in den USA inzwischen fast zu einer Art Kultobjekt geworden und selbst in Fachkreisen werden die mit dem hochwertigen Objektiv zu erzielenden scharfen und kontrastreichen Bilder besonders hervorgehoben. Das Objektiv besteht aus einem vergüteten und verkitteten Glas-Achromaten von 500 mm Brennweite und 50 mm Öffnung. Für das Okular und die Barlow-Linse werden preiswerte, aus Plastik-Linsen zusammengesetzte, daher leider wenig reflexarme Achromate verwendet, die man ggf. dank des genormten Steckmaßes (1,25 '') durch bessere ersetzen kann.


Der Bastler denkt natürlich sofort an verbessernde Umbaumöglichkeiten. Als Hauptnachteil erwies sich beim ersten Ausprobieren, daß die Fokussierung nur durch einen verschiebbaren Okulartubus vorgenommen werden kann. Diesen habe ich durch einen Zahnstangentrieb von einem Billigteleskop ersetzt. Der Teleskop-Tubus mußte dafür um ca.40 mm gekürzt werden, um im Fokussierbereich zu bleiben. Der Zahnstangentrieb konnte dann unter Zwischenschaltung eines Adapterringes (Ausschlachtware aus der Bastelkiste von einer alten Schmalfilmkamera) solide am Tubus angeschraubt werden.
Der Okulartubus hat nun ein Steckmaß von 0,96 '', sodaß ich meine Eigenbau-Okulare (s. oben) verwenden kann.
Bei der Sternen-Beobachtung im Dunkeln sind Kimme und Korn auf dem Tubus nutzlos, ich habe daher inzwischen auch ein Sucher-Fernrohr auf das Galileoscope aufgesetzt.

zum Anfang Optik-Bastelnvorherige Seitenächste Seite