Alte Technik beim Modell Die "K-Bahn", Spurweite 8 mm, Vorläufer der N- und Z-Modellbahn ?

Schon bald nach Kriegsende kamen mit Genehmigung der Militärregierungen verschiedene Zeitschriften, wegen Papiermangels zunächst noch in bescheidener Ausstattung, heraus, die dem Bedürfnis der Bevölkerung, an den modernen Errungenschaften von Kultur, Wissenschaft und Technik wieder teilzuhaben, entsprachen. So erschien auch die populärwissenschaftliche Zeitschrift "Natur und Technik" aus dem Wedding-Verlag 1949 bereits im 3. Jahrgang. (Nach meinen vorläufigen Internet-Recherchen scheint allerdings Verlag und Zeitschrift schon Anfang der 50er Jahre nicht mehr zu existieren (?)).
Prof. Walter M. Kersting (1889 - 1970), der Autor des hier vorgestellten Artikels über die K-Bahn (M = 1 : 180), war ein bekannter Bauhaus-Architekt, der u.a. 1928 das Design für das Bakelit-Gehäuse des Volks-Empfängers entwarf.
Die Bezeichnung "K-Bahn" läßt vermuten, daß deren Entwurf von "K"ersting selbst stammt.
Die technischen Eigenschaften dieser Miniaturbahn und das von ihm geplante Betriebssystem sind verblüffend modern und würden auch heutigen Ansprüchen noch genügen.

Nachtrag: Die K-Bahn, bereits 1946/47 vorgeschlagen, findet sich auch in den VDI-Nachrichten, Juni-Heft 1949, beschrieben, blieb jedoch ein Handmuster und kam nie in Serienfertigung auf den Markt (Freundliche Mitteilung von Michael Bahls).

 


Wer den Original- Artikel zur "K-Bahn" lesen möchte, kann die nebenstehenden Seiten durch Anklicken lesbar vergrößern (ca. 200 kB je Seite).

Bild links: Signale und Blocksicherungen verhindern ein Überfahren des Haltesignals.
Bild rechts: Alle Bedienungselemente sind in einem Steuerpult zusammengefaßt, auf dem Leuchtstrecken den Standort der Züge und den Schaltzustand der Anlage anzeigen.