Hobby-Elektronik: LEDs direkt am Wechselstrom-Netz betrieben

Warnung ! Die folgenden Schaltungen sind für den Betrieb an Netzspannung 230 Volt~ vorgesehen !
Vom Nachbau dieser Schaltungen und dem Umgang mit ihnen ist nicht erfahrenen Elektronik-Bastlern dringend abzuraten ! Es besteht Lebensgefahr !!!

Wichtiger Hinweis: Alle Kondensatoren der folgenden Schaltungen sollten eine Spannungsfestigkeit von 630 Volt~, 400V= haben.
Alle Festwiderstände sollten auch aus Gründen der Spannungsfestigkeit 1/2- bis 1-Watt-Typen sein.

Zur Netzanzeige z.B. als Ersatz für die altgediente Glimmlampe und für andere Anwendungen lassen sich LEDs auch direkt am Netz betreiben. Zwei geeignete, einfache Schaltungen zeigen die folgenden Bilder.

Bild 1 zeigt die übliche Schaltung für eine LED. Die Schaltung nach Bild 2 mit 4 blauen LEDs fand ich in einem kleinen Nachtlicht mit Euro-Stecker (siehe Foto).
Schaltungsbeschreibung. Als fast verlustloser Vorwiderstand dient in beiden Schaltungen ein Kondensator. Geeignet sind Folien-Kondensatoren, die unbedingt die angegebene Spannungsfestigkeit haben müssen. Der Wechselstromwiderstand des Kondensators berechnet sich bekannterweise zu Rc = 1 / (2pnC). Die Rechnung ergibt z.B. für einen Kondensatorwert von 220n (220 Nanofarad) einen Widerstand von Rc = 14,5 KiloOhm für n = 50 Hz Netzwechselspannung.
In Bild 1 dient die Diode 1N4007 dazu, daß die maximal zulässige Sperrspannung (einige Volt) der LED während der Sperr-Phase der Wechselspannung nicht überschritten wird. In Bild 2 wird das Gleiche durch Antiparallelschaltung von je 2 LEDs erreicht.

(24.11.2007)