Hobby-Elektronik: Bistabiler Multivibrator (FlipFlop)

BILD links: Taster zur Erzeugung negativer bzw. positiver Einzelimpulse zu Testzwecken
BILD rechts: Die FlipFlop-Schaltung besitzt zwei stabile Zustände, in denen entweder der eine oder der andere Transistor leitend ist. In beiden Zuständen kann die Schaltung beliebig lange verharren.
Ein negativer Impuls am Eingang EIN steuert den jeweils leitenden Transistor in den Sperrzustand, wobei zufolge der Überkreuzkopplung der bis dahin gesperrte Transistor in den leitenden Zustand versetzt wird.
Durch einen kleinen Kondensator vom Kollektor eines der beiden Transistoren nach GND oder +Ub kann die Schaltung bei Anlegen der Betriebsspannung in einen definierten Zustand versetzt werden.
In einer vereinfachten Version kann man die beiden 47k-Widerstände weglassen und die beiden Dioden durch eine Drahtverbindung ersetzen.
Anstelle der Kollektorwiderstände kann man LEDs mit Vorwiderstand (1k) einsetzen, um den jeweiligen Schaltzustand sichtbar zu machen.
Wofür ist die Schaltung gut ? Sie kann z.B. dafür verwendet werden, um mit einem Taster (zwischen EIN und GND) ein Relais einzuschalten und mit dem folgenden Tastendruck wieder auszuschalten. Das Relais kann entweder (bei hinreichend großem Spulenwiderstand) direkt in den Kollektorkreis eines der beiden Transistoren anstelle des 2,2k-Widerstandes eingesetzt oder über eine Schaltstufe an den Ausgang AUS angeschlossen werden.
HINWEIS: FlipFlop-Schaltungen mit TTL- und CMOS-ICs siehe die Seiten "Die verschiedenen FlipFlop-Arten, TTL-, CMOS-FlipFlops" und "Prellfreie Taster und Schalter".

 

(30.3.2005)
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