Hobby-Elektronik: Einfache lineare Sägezahn-Generatoren mit Transistoren

Bild 1: Die beiden Transistoren T1, T2 bilden einen Multivibrator mit Emitterkopplung (vgl. Seite "Astabiler Multivibrator und Schaltungsvarianten", Bild 2). Durch Hinzufügen eines 3. Transistors T3 erhält man am Emitter von T2 einen linearen Sägezahn.
Für eine optimale Schaltungsfunktion sollten evtl. die Widerstände R2, R4 etwas verändert und durch Ausprobieren die besten Werte ermittelt werden.
Mit den angegebenen Werten für C1, C2 ergab sich eine Frequenz von ca. 1 kHz. Die Linearität des Sägezahns ist nicht gerade überragend !
Bild 2: Das ist eine Schaltung zum Experimentieren ! Sie benötigt am Eingang eine Rechteckspannung von einem Steuer-Multivibrator, der die Frequenz des Sägezahns am Ausgang bestimmt. Der Koppelkondensator C1 und der "Sägezahn"-Kondensator C2 sind der Steuerfrequenz (durch Ausprobieren) anzupassen. Die angegebenen Werte gelten für eine Frequenz von ca. 100 Hz. (Schaltung variiert nach "Elektronik", 1966)

Bild 3: Der JFet T3 bildet mit den Widerständen R3, P1 eine Konstantstromquelle, die den Kondensator C1 linear auflädt. Die Transistoren T1, T2 bilden eine Art Thyristor-Ersatzschaltung. Die T1, T2-Kombination erhält durch den Spannungsteiler R1, D1(Zenerdiode) eine Vorspannung. Wird diese durch die Spannung an C1 überschritten, werden T1, T2 schlagartig leitend und entladen C1 über den Strombegrenzungswiderstand R2. Bei Unterschreiten eines Minimum-Spannungswertes an C1 sperren T1, T2 und das Spiel beginnt von neuem. Am Ausgang AUS ergibt sich der gewünschte Sägezahn. Mit P1 kann die Sägezahnfreqenz von etwa 5 bis 500 Hz bei dem angegebenen Wert von C1 variiert werden. Höhere Frequenzen sind durch Verkleinern von C zu erreichen. (Schaltung variiert nach "Elektor", 7/8, 1983, S. 80)
Bild 4: Der Transistor T1 bildet mit den Dioden und den Widerständen R1, R2, P1 eine Konstantstromquelle, die den Kondensator C linear auflädt. Mit dem Trimmer P2 wird der "Entladegenerator" gestartet. Um die Linearität der Kondensatoraufladung zu erhalten, wird das Signal an C hochohmig mit dem JFet T3 ausgekoppelt. Überschreitet die Spannung an C die obere Triggerschwelle des 7413 (zweifacher Schmitt-Trigger mit 4 Eingängen), so wird T2 leitend und entlädt C. Nach Unterschreiten der unteren Triggerschwelle des 7413 beginnt der Aufladevorgang von neuem. Mit P1 kann die Sägezahnfrequenz um ca. 1 Dekade variiert werden. Die Größe von C bestimmt den einstellbaren Bereich. Die Schaltung arbeitet brauchbar in einem Frequenzbereich von etwa 10 Hz bis 700 kHz. (Schaltung nach "Funkschau", 24, 1978, S. 1234)

Hinweis: ein Sägezahn ist auch an Pin 2 (bzw. 6) des NE555-Multivibrators abzugreifen, siehe "Grundschaltungen NE555", Bild 2. Siehe ferner die Seite "Sägezahngenerator und Metronom mit Thyristor".

(18.12.2007)
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