Hobby-Elektronik Licht- oder Temperatur-Meßbrücke
Funktionsbeschreibung und Abgleich. Die beiden Transistoren bilden mit ihren Emitterwiderständen eine symmetrisch aufgebaute, sogenannte Brückenschaltung, in deren Diagonale das Drehspul-Meßinstrument (etwa 1 mA Vollausschlag) liegt. Die Zenerdiode stabilisiert die Betriebsspannung der Schaltung auf 6 V.
Abgleich bei Verwendung als Lichtmeßgerat. Als Meßfühler wird ein lichtabhängigen Widerstand LDR (light dependent resistor) mit einem Dunkelwiderstand von etwa 50 kOhm verwendet und wie angedeutet mit der Schaltung verbunden. P2 wird zunächst abgetrennt und die Brücke mit P3 abgeglichen, d.h. P3 wird so eingestellt, daß an den beiden Emittern die gleiche Spannung liegt. Da dann am Instrument ersichtlich keine Spannungsdifferenz besteht, zeigt dieses Null an. P2 wird wieder angeschlossen, P3 nicht mehr verstellt, und die Brücke jetzt mit P1 bei völlig abgedunkeltem LDR wieder auf Null abgeglichen. Schließlich wird mit P2 die Empfindlichkeit eingestellt, d.h. bei größter Lichtexposition des LDR das Instrument auf Vollausschlag eingestellt.
Abgleich bei Verwendung als Temperaturmeßgerät. Als Meßfühler wird ein temperaturabhängiger Widerstand NTC (negative temperature coefficient) mit einem Kaltwiderstand von etwa 5 bis 10 kOhm verwendet. Der im Bild parallel liegende 47k-Widerstand kann hier entfallen. Die Abgleichprozedur ist die gleiche nur mit dem Unterschied, daß es hier sinnvoll ist, das Instrument nicht auf Null sondern auf einen mittleren Ausschlag zunächst mit P3 und dann, während der NTC auf 0 Grad Celsius (Eiswasser) abgekühlt ist, mit P1 abzugleichen.
Hinweis. Falls die beschriebene Abgleichprozedur nicht gelingt oder LDR- bzw. NTC-Widerstände mit anderen Grundwerten verwendet werden, sind die Widerstände in der Kette 1,8k, 47k, 18k, P1 etwas zu ändern, insbesondere der 1,8k- oder der 18k-Widerstand.
(27.10.04)
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