Hobby-Elektronik: Meßverstärker mit Wheatstone'scher-Meßbrücke

Der Sensor-Widerstand "aR", wobei a der Faktor sein soll, um den sich der Sensor-Widerstand mit der physikalischen Meßgröße ändert, bildet mit den drei gleich großen Widerständen R eine sog. Wheatstone'sche Brücke, an deren Eingangs-Diagonalen die Spannung Ur liegt und an deren Ausgangs-Diagonalen der als Differenzverstärker geschaltete Opamp liegt.
(Man sieht die Brückendiagonalen besser, wenn man sich die vier Widerstände an den Kanten eines auf eine Ecke gestellten Quadrates vorstellt, was mein Schaltplan-Zeichenprogramm aber nicht so gut kann.)
Sind alle vier Widerstände gleich groß, ist die Brücke abgeglichen, d.h. die Spannung an der Ausgangsdiagonalen und ebenso am Opamp-Eingang und -Ausgang ist gleich Null (Voltmeter zwischen Ua und GND). Ändert sich der Meßwiderstand um a, so erscheint am Ausgang die Spannung Ua gemäß der rechts stehenden Formel. (Ich hoffe, ich hab' richtig überlegt und gerechnet.). k ist der Faktor, um den die Widerstände "kR" größer sind als R (z.B. R = 10k, "kR" = 100k, dann k = 10). Ur kann im einfachsten Fall gleich +Ub gemacht, also mit + Ub verbunden werden, besser ist es jedoch, hierfür eine besonders stabilisierte Spannung zu verwenden.
Der Opamp sollte eine offset-Abgleich-Möglichkeit haben. Beim Opamp 741 sind das die Pins 1 und 5 zwischen die ein 10kOhm-Trimmer gelegt wird, dessen Abgriff an - Ub zu legen ist. Damit kann man den offset-Fehler ausgleichen, der leicht vereinfacht gesagt darin besteht, daß der Opampausgang geringfügig von Null abweicht, obwohl die Spannung zwischen dem + und -Eingang genau Null ist.
(Schaltung nach Thomson-CSE-Unterlagen)