Hobby-Elektronik: Stereo-Decoder mit PLL-IC MC 1310 P
Bei dem schon etwas betagten Stereo-Decoder-IC MC 1310 P von Motorola wird das sogenannte PLL-Verfahren (Phased Locked Loop) angewendet, das keinerlei Abstimm-Filter erforderlich macht und daher wegen des einfachen Abgleichs mit einem Trimm-Potentiometer für Bastler immer noch interessant ist. Andere Hersteller verwenden eine etwas unterschiedliche Bezeichnung für das gleiche IC: RCA: CA1310E, National Semiconductor: LM1310, EXAR: XR1310P, Texas Instr.: SN76114

Kenn- und Grenzdaten
Betriebsspannung +Ub = 10 V bis 18 V, Verlustleistung 625 mW, Stereo-Anzeige Pin 6 max. 100 mA.
Stromaufnahme 18 mA (ohne Stereo-Anzeige-LED)
Pilotton-Pegel für Stereo-Anzeige "aus": < 7 mV, für Anzeige "an": > 15 mV
Kanal-Trennung 40 dB, Klirrfaktor 0,3 %, Eingangswiderstand 20 kOhm, NF-Ausgangsspannung 485 mV.

Pinbelegung (14-poliges DIL-Gehäuse)
1 = + Ub, 2 = Eingang, 3 = Verstärker-Ausgang, 4, 5 = Ausgang linker bzw. rechter NF-Kanal, 6 = Stereo-Anzeige-Lampe, 7 = Ground (GND), 8, 9 = Schalter-Filter, 10 = 19 kHz-Ausgang, 11 = Phase detector input, 12, 13 = loop-Filter, 14 = Oszillator-RC-Glied ( VCO-control 76 kHz).

Das vorstehende Bild zeigt die Standard-Schaltung, deren Eingang direkt an den Demodulator-Ausgang eines FM-ZF-Verstärkers angeschlossen wird. Für die einwandfreie Funktion des Decoders ist es wichtig, daß Frequenzen größer 53 kHz vom Decoder-Eingang ferngehalten werden. Daher kann evtl. ein entsprechender RC-Tiefpaß vor dem Decoder-Eingang nützlich sein. Der Abgleich des Decoders erfolgt mit dem 4,7k-Trimmer auf eine Oszillatorfrequenz (Pin 14) von 76 kHz.