Hobby-Elektronik: UKW-Prüfsender
Die hier gezeigte UKW-Prüfsender-Schaltung stammt aus dem ELV-Journal 39. Die Reichweite beträgt je nach Senderstandort ca. 100 bis 500 Meter. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Verwendung als Minispion in Deutschland verboten ist.
Bauteilliste
R1=1M, R2=270k, R3=10k, R4=2,7k, R5=10k, R6=10k, R7=2,7k, R8=1k, C1, C2, C3=1u, C4, C5=1n, C6=4 bis 40p, C7=10p, L1=7 Windungen. versilberter Kupferdraht, ca. 3 mm Spulen-Innendurchmesser (Kugelschreibermiene), auf ca. 15 mm Spulenlänge ausziehen, Antennenanzapf bei 1,5 Wdgn. vom kalten Ende (Draht an Spule anlöten).
Transistoren 3 x BC548B (oder T3 BF199), Elektret-Mikrofon, 9 Volt-Batterieblock

Funktionsbeschreibung
Der Sendetransistor T3 arbeitet gleichspannungs- und niederfrequenzmäßig in Emitterschaltung, hochfrequenzmäßig in Basisschaltung. Mit C6 ist die Sendefrequenz im Bereich von ca. 70 bis 140 MHz einstellbar. Mit C7 wird ein Teil der Hochfrequenz für zuverlässiges Schwingverhalten zurückgekoppelt. Als Antenne ist ein ca. 70 cm langes Drahtstück zu verwenden.
Zur Frequenzmodulation wird das durch einen Vorverstärker (T1) mit nachfolgendem Emitterfolger (T2) verstärkte Mikrofonsignal an der Basis von T3 eingekoppelt. Links im Bild ist (von der Rückseite gesehen) die Beschaltung des Elektret-Mikrofons (mit integriertem Fet-Vorverstärker) gezeigt.

Abgleich
Ein UKW-Radioempfänger auf gewünschte Sendefrequenz einstellen, dann Prüfsender mit C6 auf diese Empfangsfrequenz abgleichen. R5 auf maximale Lautstärke bei geringsten Verzerrungen einstellen. Anstelle der freitragenden Luftspule kann die Spule auch auf einen kleinen Spulenkörper mit UKW-tauglichem Ferritkern gewickelt werden, mit dem dann der Sendefrequenzabgleich vorgenommen werden kann.